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3.Reservedivision / 20. August

Die Schlacht bei Gumbinnen

20. August 1914
Im Vorfeld der Schlacht bei Tannenberg

Die 3. Reservedivision

Südöstlich des I. Reservekorps, nur 3 Stunden Fußmarsch entfernt, hatte die 3.Reservedivision seit 10°° Uhr vormittags bei Benkheim gestanden. Dorthin wurde sie am Tag zuvor aus der Festung Lötzen heranbefohlen. Diese Reservedivision wurde im Zuge der Mobilmachung aus Reservisten gebildet. Sie unterstand direkt der 8. Armee. Das Armee-Oberkommando gab diese letzte Reserve erst aus der Hand, als der Kommandierende General des I. Reservekorps, Genlt. Otto von Below, nachmittags meldete, daß sein ganzes Korps gegen starken Feind im Kampf stehe.
Um 16³° Uhr erteilte Generaloberst von Prittwitz dem Divisionskommandeur Generalleutnant von Morgen am Feldtelefon persönlich den Befehl, in den Rücken der bei Kleszowen kämfenden russischen Einheiten vorzugehen. Er fügte jedoch eine Mahnung zur Vorsicht hinzu: "Mir liegt daran, die Division möglichst ungeschwächt aus diesem Kampfe herausgehen zu lassen, um sie für andere Aufgaben zur Hand zu haben."
General von Morgen trat sofort an. Es wurde jedoch dunkel, bevor er an den Feind kam. So ging die Division, bereit zum Stoß in die feindliche Flanke, südlich Kleszowen⇐siehe Karte zur Ruhe über. Ihr rechter Flügel reichte bis zum Fluß Goldap. Bei Tagesanbruch sollte der Angriff erfolgen. Gen.Lt. von Morgen und sein Stab waren überzeugt, einen überraschenden Stoß in die feindliche Flanke führen zu können. Die russische Führung erwartete aus dieser Richtung keine deutschen Truppen.
Um so überraschender kam am späten Abend der Rückzugsbefehl.

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