Die Schlacht bei Gumbinnen
20. August 1914
Im Vorfeld der Schlacht bei Tannenberg
Die 2. Landwehrbrigade
Gegen Mittag des 19. August hatte der Kommandeur des 2. Landwehrbrigade,
Oberst Freiherr von Lupin, wie vom Armee-Oberkommando befohlen, seine am Nordflügel des I.AK bei Kraupischken stehenden Truppen (5 Bataillone, 2 Schwadrone und 2 Batterien (12 Kononen)) auf das in südöstlicher Richtung 15 km entfernte Mallwischken vorgehen lassen.
Damit sollte der Druck auf den Nordflügel der russiachen Front (28. Infanteriedivision, XX.AK) verstärkt werden um die geplante Umfassung durch die deutsche 2. Infanteriedivision zu unterstützen. Die relativ kleine Abteilung stieß schon nach 4 km, bei Kauschen, auf das russische Kavalleriekorps unter
Khan Hussein.
Es kam zum Kampf. Nachmittags trat Munitionsmangel ein, da der Brigade jegliche Munitionskolonnen fehlten. Die Abteilung mußte unter erheblichen Verlusten hinter die Inster zurückgehen. Sie verlor 232 Mann, darunter 13 Offiziere.
Inzwischen von
General von Françoise
zu Hilfe gesandt, kam die deutsche 1. Kavalleriedivision unter
Gen.Lt. Brecht durch den Eichwalder Forst heran. Sie nahm den Gegner abends mit ihrer Artillerie überraschend so wirksam unter Feuer, daß er 7 Geschütze liegen ließ und in der Dunkelheit nach Osten abzog.
Die Landwehrbrigade hatte davon keinen Nutzen mehr.
Die ganze Brigade zog noch in der Nacht zum 20. August nach Westen ab und fiel für die folgenden Tage aus. Sie wurde der Festung Königsberg (Generalleutnant von Pappritz) unterstellt und an der Deime-Stellung eingesetzt.